|
|
Bahnlärmkongress
Boppard November 2010 |
|
Boppard, 12. bis 14. November 2010 - Aufruhr im Mittelrheintal,
einem Weltkulturerbe und Ziel unzähliger Touristen? Nein, es ist
auch keine Protestveranstaltung, sondern der Versuch von Bürgern
mit Betreiber Bahn und der Politik in den Dialog zu treten.
Frank Groß vom Bürgernetzwerk Pro Rheintal: „Wir wollen eine starke Lobby gegen den Lärm schaffen, an der sich auch Bundesländer und Kommunen sowie Kreise und Zweckverband beteiligen, um gemeinsam mit Experten aus den unterschiedlichen Fachgebieten für Transparenz zum Schutz der Bürger und Regionen zu sorgen. Bund und Bahn erhalten ihre Informationen bisher vor allem von Lobbyisten aus dem Bereich Transportwesen und Logistik und haben ein Interesse, die Kosten für die Lärmsanierung bestehender Trassen und Fahrzeuge möglichst gering zu halten. Wohin das führt, zeigen die zahlreichen Negativbeispiele wie die Pannen bei der Berliner S-Bahn oder die ICE-Ausfälle.“
Wie der Pro-Rheintal-Sprecher (Foto) weiter erläuterte, verursachen die im Schnitt 40 Jahre alten Güterwaggons mittlerweile derartig dramatische Lärmpegel, dass immer mehr Bürger eine Klage wegen Körperverletzung erwägen. In Bezug auf den Schutz der Menschen vor Lärm habe der Gesetzgeber die durch die Globalisierung zunehmenden Verkehrsströme nur wenig berücksichtigt. Doch jetzt büße die Bahn nicht nur ihr Umweltimage ein (Lärm zählt mit zu den größten Umweltgiften unserer Zeit), sondern werde auch immer weniger wettbewerbsfähig, trotz mehr als zehn Milliarden Euro Zuschuss pro Jahr aus den öffentlichen Kassen.
Bahntrassenverlauf im
Mittelrheintal
"Es muss im Sinne des Gesundheitsschutzes getan werden", brachte
es der Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz Hendrik Hering
auf den Punkt. Warum die Menschen im Mittelrheintal und die
Touristen nicht schlafen können liegt am Bahnbetrieb auf beiden
Seiten des Rheins.
Der Vertreter von Bahnchef Dr. Grube, Udo Wagner, Konzernchef Rheinland-Pfalz und Moselanwohner, betonte ausdrücklich, alles zu unternehmen, um bis 2025 den Lärm zu halbieren. "Auch deshalb schöpfen wir alle Fördergelder aus. Rund 1250 Güterwagen wurden auch deshalb mit der neuesten Technologie ausgerichtet. Die Bahn selbst besitzt etwas über 100 000 Güterwagen. Aber hier im Mittelrheintal fahren mehr als 400 000 Güterwagen und damit ist klar, wo das Problem liegt. Es geht aber auch um Anreizsysteme, also um Bestrafung oder Belohnung. Es geht um Bahn-Bonussystem das Anreize bietet, umzurüsten. Das geht aber nicht ohne die EU. Es geht um Transaktionskosten, die wir im Griff behalten müssen. Es geht um Entdröhnung, um das Schienenbett und Radachsen sowie Bremssysteme, also um viele Technologien, die zur Zeit aber noch nicht alle zugelassen sind. Im kommenden Jahr können wir vielleicht das eine oder andere System vorstellen, das aber vom Eigentümer Bund auch finanziert werden muss. Das sind anspruchvolle Aufgaben für die Bahn und die Politik."
Udo Wagner, Bahn-Konzernchef Rheinland-Pfalz Die Bürgerinitiativen und -vereine trugen ihre Probleme zum Teil mit der Schilderung von makabren Szenarien, die der Realität entsprechen vor. Grundtenor: Es gibt überall erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen aller Anwohner von Güterstrecken. Das war auch das zentrale Thema der folgenden medizinischen Referate. In
dieses Horn stieß Professor Dr. med. Eberhard Greiser - Leiter
Institut Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität
Bremen. Nur: "Es gibt keine Studie zum Schienenlärm", eröffnete
er unumwunden seinen Vortrag. Aber. "Anhand der Untersuchung zum
Fluglärm am Flughafen Köln/Bonn kann man klar sagen, dass
Schienenlärm und Fluglärm etwas Gemeinsames im Gegensatz zum
Straßenlärm haben: Aus niedrigem Hintergrund gibt es auf einmal
eine gewaltige Lärmspitze, wobei der Fluglärm aber nicht so
lange anhält wie der Schienenlärm. Es gibt also vergleichbare
Erkenntnisse wie beim Fluglärm."
Die Güterströme
|
| Der Widerstand formiert sich länderübergreifend |
|
|
|
Bahnlärm-Initiative Bremen gegründet! |
|
|
|
Petitionstag: Bundestags-Petitionsausschuss-Obmann der SPD Klaus Hagemann hörte sich Duisburger Sorgen zum Lärmschutz, Gefahrguttransporten und Erschütterungen an |
|
Duisburg, 3. November 2010 -
Außergewöhnliche
Dinge erfordern außergewöhnliche Änderungen. Wegen einer
gemeinsamen Veranstaltung mit der SPD-Bundesabgeordneten Bärbel
Bas zum Petitionstag im Wahlkreis I, fand der obligatorische
monatliche Stammtisch des Bürgerverein Duisburg-Neudorf, im
Kleinen Prinzen statt. |
| Stuttgart 21 – Der Rechtsstaat steht auf dem Prüfstand |
|
Montag 20. September 2010 - I. Beschluss
der Leitungsgremien von Städtetag und Gemeindetag
Betroffenheit zeigen beim Besuch des
Ministerpräsidenten in Großenbrode
|