| Home Archiv Aktuelles August - Dezember 2008 |
| Tiefensee: 620 Millionen mehr für Schiene, Lärmschutz und Bahnhöfe |
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Duisburg, 4. Dezember 2008 - Bundesverkehrsminister
Wolfgang Tiefensee hat heute in Berlin den ersten Teil
des Arbeitsplatzprogramms Bauen und Verkehr vorgelegt.
Es enthält Bauprojekte für Straßen, Schienen und
Wasserwege in ganz Deutschland. Das Programm umfasst 44
neue Straßenbauprojekte, die Verstärkung und den Anschub
von 13 Bedarfsplanvorhaben im Schienenverkehr, Vorhaben
für mehr Lärmschutz, das Sonderprogramm Bahnhöfe sowie
für die Wasserstraßen. Damit sollen Arbeitsplätze in der
Bauwirtschaft gesichert und neue geschaffen werden. Das
Arbeitsplatzprogramm ist Teil des Maßnahmenpakets der
Bundesregierung für Wachstum und Beschäftigung. Die
Maßnahmen im Bereich energetische Gebäudesanierung und
Stadterneuerung werden in den kommenden Wochen gesondert
vorgestellt. |
| Aufruf zur Teilnahme an Großdemo in Lahr |
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15.
November 2008 - Sehr geehrte Mitglieder, liebe
IGELs, sehr geehrte Damen und Herren Mandatsträger der Region, uns ist es ein großes Anliegen, Sie zur Teilnahme an der Großkundgebung in Lahr zu bewegen. Bewegen tun wir etwas, in kleinen politischen Schritten und das seit 2004. Mit den nahezu 500Terminen auf politischer Ebene haben wir es geschafft, die Politik für unsere Sache zu gewinnen. Nun brauchen wir genau Sie und Ihre Unterstützung, so dass wir dieses nach Außen eindrucksvoll demonstrieren können. Das geht allerdings nur mit Ihrer Hilfe bzw. Ihrer zahlreichen Teilnahme am 22.11.2008 in Lahr. (kostenfreier Bustransfer nach Lahr und zurück) |
| Bürgerinformationsveranstaltung in Duisburg-Neudorf |
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Sanierung Hauptbahnhof
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Umsetzung Masterplan Bahn AG / Duisport
Am: Donnerstag, den 20.
November 2008
Referentin: Petra Weis, Mitglied des Bundestages / Bundestags-Verkehrsausschuss
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| www.leobigg.de. |
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14. November 2008: Sieben Bürgerverein kämpfen nun mit AGUS gegen Lärm durch Güterverkehr |
| Tagungen des Interdisziplinären Forschungs-Verbunds |
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Oktober 2008 - Mehrere
der kommenden Tagungen des Interdisziplinären
Forschungs-Verbunds (IFV) der TU Berlin handeln über
die Güterbahn und ihre Aspekte:
- 30./31. Oktober 2008:
Bahntechnische Zulassung - TSI-Zertifizierung
- 11./12. Dezember
2008: Moderner SchienGÜTERverkehr
- 26./27. Februar 2009:
Rail-noise 2009 (2. Expertentagung)
- 19./20. März 2009:
Emissionsreduzierung & Energieeffizienz
(Schienenfahrzeuge-Symposium)
- 01.-03. April 2009:
Eisenbahnakustik und Lärmminderung
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| Die AGUS bekommt Zuwachs - Presserklärung AGVL Leonberg |
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Duisburg, 17. Oktober
2008 - Die AGUS bekommt Zuwachs aus der Region
Leonberg bei Stuttgart. Schon bei der AGUS-Gründung in
Eltville im Mai 2008 gab es erste Informationen.
Insgesamt sieben Vereine und Initiativen haben sich nun
förmlich zu einer 'Arbeitsgemeinschaft Verkehrslärm
Region Leonberg (AGVL)' zusammengetan. Dies dies: - Bürgerforum Magstadt e.V. - Bürgerinitiative Bahnlärm Leonberg–Höfingen - Bürgerverein Eltingen e.V. - Bürgerverein Leonberg-Ezach e.V. - Bürgerverein Leonberg Silberberg e.V. - Bürgerinteressengemeinschaft Gartenstadt/Glemstal e.V. (BiGG) - Haldengebiet Leonberg Initiativgemeinschaft (H.A.L.Lig) Es wurde die Form der Arbeitsgemeinschaft gewählt, um speziell das Thema Verkehrslärm und Bahnlärm zu fokussieren. Alle sind Anlieger der Bahnstrecke Stuttgart/Kornwestheim - Leonberg - Renningen - Böblingen - Singen - Schweiz. Hauptproblem sind die nächtlichen Güterzüge in Richtung Schweiz/Österreich. |
| Güterverkehr auf der Schiene nimmt weiter zu |
| Duisburg, 2. September 2008 - Auf dem deutschen Schienennetz wurden im ersten Halbjahr 2008 insgesamt 189,8 Millionen Tonnen transportiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 5,4% oder 9,7 Millionen Tonnen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Verkehrsleistung ? also das Produkt aus Tonnage und Versandweite ? lag mit 59,7 Milliarden Tonnenkilometern über dem Vorjahresergebnis (+ 3,7%). Die durchschnittliche Transportweite verringerte sich mit 315 Kilometer im Vergleich zum Vorjahr leicht (2007: 320 Kilometer). |
| Was uns freut: Bündnis 90/Die Grünen: Rheintal soll Modellregion für lärmabhängige Trassenpreise werden |
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Zur Forderung der Umweltverbände
VCD und DNR (siehe Meldung unten) erklärt Winfried Hermann,
verkehrspolitischer Sprecher:
Quelle: Donnerstag, 14. August 2008 Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde http://www.lok-report.de/ |
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Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und der Deutsche
Naturschutzring (DNR) e.V. haben am 13.08.08 in Bonn an die
Bundesregierung appelliert, schnell wirksame Maßnahmen gegen
Schienenlärm zu ergreifen. Insbesondere der laute
Schienengüterverkehr habe in den letzten Jahren deutlich
zugenommen.
Damit sei auch die Lärmbelastung vielerorts gestiegen. Quelle: Donnerstag, 14. August 2008 Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde http://www.lok-report.de/
Hintergrundpapier zum Thema Schienenlärm Die Bahn ist hinsichtlich des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes und gesundheitsgefährdender Schadstoffe der umweltverträglichste motorisierte Verkehrsträger. Das große Umweltproblem des Schienenverkehrs ist jedoch der von ihm verursachte Lärm, der bisher nicht deutlich reduziert werden konnte. DNR und VCD fordern die Bundesregierung deshalb auf, jetzt Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer schnellen und deutlichen Entlastung der Bevölkerung führen.
Lärmbelastung und Folgen
Mit einem Jahr Verspätung hat das Eisenbahnbundesamt seine rechtlichen Verpflichtungen erfüllt und bundesweite Lärmkarten für viel befahrene Bahnlinien mit über 60.000 Zügen pro Jahr vorgelegt (siehe www.eba.de/Lärmkarten). Dabei wird das Ausmaß des Problems Schienenlärm überdeutlich: Millionen von Menschen werden bundesweit täglich gestört und vor allem in ihrer Nachtruhe stark beeinträchtigt. Das kann zum Teil schwere gesundheitliche Folgen haben:
� Störung von Schlaf und Erholung � negativer Einfluss auf das vegetative Nervensystem, u.a. auf den Blutdruck � erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen1 � Beeinträchtigung bis zur Schädigung des Hörvermögens � Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit � Reduzierung der Leistungsfähigkeit � Beeinträchtigung der Kommunikation
Gemäß medizinischer Untersuchungen zu den Auswirkungen von Lärm gelten bereits durchschnittliche Lärmbelastungen von tagsüber über 65 Dezibel(A) und nachts über 55 dB(A) als gesundheitsgefährdend. Von Gerichten werden mittlerweile zumindest Überschreitungen von 60 dB(A) in der Nacht (22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) als unzumutbar anerkannt. Durch Lärmbelastungen werden Grundrechte der betroffenen Bevölkerung aufgrund von Gesundheitsbeeinträchtigungen (Artikel 2, Absatz 2, Grundgesetz) und wegen der Entwertung von Grundstücken und Wohneigentum verletzt (Artikel 10, GG). Die hieraus resultierenden Schäden liegen im Milliardenbereich.
Lärmmessung und –berechnung
Lärm wird in Dezibel(A) [=dB(A)] angegeben. Die zugrundeliegende logarithmische Skala bedeutet, dass doppelt so viele Züge eine Erhöhung um 3 dB(A) bedeuten. „A“ weist darauf hin, dass die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs berücksichtigt wird. Blätterrauschen oder Atmen entspricht etwa 10 dB(A), eine Konversation liegt zwischen 40 und 60 dB(A), an Straßen werden 70 bis 95 dB(A) gemessen, ein Presslufthammer erzeugt bis zu 100 dB(A). Die werden z.B. auch in Discotheken erreicht. Schienenlärm wird meist berechnet und nicht gemessen. Es gibt dabei unterschiedliche Berechnungsmethoden, die zu unterschiedlichen dB(A)-Werten führen können.
1 Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) (2005): Umwelt und Straßenverkehr. Höhe Mobilität – Umweltverträglicher Verkehr, S.44ff.
Die Hauptursachen des Schienenverkehrslärms sind: � Abrollgeräusche der Räder auf den Gleisen, v.a. durch aufgeriffelte, unebene Räder2 � Antriebsgeräusche von Motoren und Lüftern � aerodynamische Geräusche am Stromabnehmer ab ca. 200 km/h (beim Hochgeschwindigkeitsverkehr) � Rangier- und Verladegeräusche an Bahnhöfen
Lärmsanierungsprogramm unzureichend
Gemäß des 1999 begonnenen Lärmsanierungsprogramms des Bundes für Schienenwege sind ca. 3400 km zu sanieren3, das entspricht rund 10 % des gesamten Schienennetzes. Bisher wurden 600 km saniert4, vor allem mit Schallschutzwänden und -fenstern. Die Kosten hierfür werden auf 2 Milliarden Euro geschätzt. Die Dauer für die komplette Lärmsanierung würde 40 bis 20 Jahre betragen, wenn – wie bisher – 50 oder 100 Millionen Euro jährlich vom Bund dafür bereitgestellt und auch tatsächlich entsprechend genutzt würden5. Dieser Zeitraum ist angesichts der aktuellen Belastung viel zu lang, die Kosten sehr hoch und die Lärmreduzierung bei steigendem Zugaufkommen oftmals nicht ausreichend. Wie die aktuellen Lärmkarten deutlich machen, besteht aufgrund der Verkehrszunahme und zu knapp bemessener Lärmsanierung in manchen der erst vor wenigen Jahren sanierten Streckenabschnitte6 bereits erneuter Handlungsbedarf.
Im November 2007 hat das Bundesverkehrsministerium ein Pilot- und Innovationsprogramm zur Reduzierung des Lärms durch Güterverkehr auf der Schiene verkündet. 40 Millionen Euro sollen über vier Jahren zur Verfügung stehen, davon 10 Millionen im Jahr 2008. Das Pilotprojekt „Leiser Rhein“, in dem umgerüstete leise Wagen eingesetzt werden sollen, das Innovationsprogramm für leise K- und LL-Sohlen sowie die Entwicklung eines emissionsabhängigen Trassenpreises sind Bestandteile.7 Doch erst Mitte 2008 wurde das Programm konkretisiert, was angesichts des enormen Handlungsdrucks eine unverantwortliche Verzögerung darstellt und aus Sicht von DNR und VCD scharf zu kritisieren ist.
Da die lauten Güterzüge vorwiegend nachts verkehren und aufgrund eines stetig steigenden Bahngüterverkehrs8 immer weiter zunehmen, besteht dringender Handlungsbedarf. 2007 stieg der Schienengüterverkehr um 7,1 % an, für 2008 wird ein Wachstum von 5,8 % und für 2009 von 2,9 % prognostiziert.9 Die Tatsache, dass alte Güterzüge bis zu vier Mal so laut sind wie moderne Personenzüge, zeigt das Ausmaß jahrzehntelanger Versäumnisse. Die Umweltverträglichkeit der Bahn ist erst dann gegeben, wenn alle Züge ausreichend leise verkehren. Eine aus Umwelt- und Klimagründen notwendige und politisch gewollte Verlagerung transportierter Güter vom LKW auf die Schiene ist nur mit leisen Güterzügen zu verantworten.
2 Graugussbremsen, die bisher aus Kostengründen in Güterzügen eingesetzt wurden, riffeln die Räder beim Bremsen auf, weil sie auf die Radlauffläche drücken. Das unebene Rad ist beim Abrollen auf dem Gleis lauter als ein glattes Rad. Personenwagen haben meist Scheibenbremsen und sind dadurch leiser. 3 Nach Abzug des an viel befahrenen Bahnstrecken mit hohem Güterzuganteil sachlich nicht mehr gerechtfertigten Schienenbonus von 5 dB(A) erhöht sich der Sanierungsbedarf im deutschen Bahnnetz drastisch. 4 Vortrag von Martina Fleckenstein, Deutsche Bahn AG, Systemverbund Bahn, am 27.6.2008. 5 Die Mittel für die Lärmsanierung wurden nicht immer voll ausgeschöpft. 6 Beispiele: Umgehungsbahn Hannover, Hannover-Brehmstraße u. Mainzer Straße. 7 http://www.bmvbs.de/Verkehr/Schiene-,1460/Laermschutz.htm, 12.8.08. 8 Vor allem das Umschlagswachstum der Seehäfen wird zu einem deutlichen Anstieg des Schienengüterverkehrs in den nächsten Jahren führen. 9 Quelle: Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr, Kurzfristprognose Sommer 2008, im Auftrag des BMVBS, Juli 2008, S.13f.
Forderungen von VCD und DNR
DNR und VCD fordern die Bundesregierung auf, jetzt zu handeln und die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen. Die wichtigste Maßnahme ist die Einführung von lärmabhängigen Trassenpreisen zum 1. Januar 2009. Durch geringere Trassenpreise für leises Material kann der finanzielle Aufwand für die Umrüstung auf leise Wagen kompensiert werden. Ab 2013, wenn die Lärmsanierung durchgeführt wurde, sollte eine Lärmobergrenze in sensiblen Gebieten wie dicht besiedelten Streckenabschnitten eingeführt werden. Der Infrastrukturbetreiber müsste dann sicherstellen, dass eine bestimmte Lärmemissionshöhe nicht überschritten wird. Mit unterschiedlichen Maßnahmen, wie z.B. Fahrverboten für laute Züge, kann die Einhaltung der Lärmemissionen gewährleistet werden.
Lärmminderungsmaßnahmen an den Zügen können nur greifen, wenn auch die Gleise in einem guten und damit „leisen“ Zustand sind. Ein Zug kann auf unterschiedlich gut gepflegten Gleisen im Extremfall mehr als doppelt so laut sein. Ein umgerüsteter Wagen ist auf einem gepflegten Gleis rund 4 dB(A) leiser als auf einem ungepflegten. Zum Vergleich: Eine Verdoppelung der Verkehrsmenge erhöht den Pegel um 3 dB(A). Es ist folglich eine Nachweispflicht für Schieneninfrastrukturunternehmen einzuführen, dass die Schienenwege in ihrer Verantwortung in dem gesetzlich vorgeschriebenen Zustand sind. Diese Nachweispflicht muss im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen mit den Infrastrukturunternehmen vereinbart werden.
DNR und VCD fordern die Bundesregierung weiterhin auf, in Brüssel darauf hinzuwirken, dass ambitionierte Lärmgrenzwerte für die Neuzulassungen von Schienenfahrzeuge festgeschrieben werden, die sich am Stand der Technik orientieren. Alle genannten Maßnahmen müssen umgehend umgesetzt werden. Ohne sofortiges Handeln würden wesentliche Ziele und Vorgaben des „Masterplans Güterverkehr und Logistik“ der Bundesregierung in Frage gestellt und eine notwendige Verlagerung von Gütern auf die Schiene ausgebremst. Bonn/Berlin, August 2008 |